Freitag, 12. September 2014

CLF15: Bear Call spread 99/103er [closed]

Gelegenheiten sollte man nutzen, wie in diesem Falle die zweite am heutigen Tag. Einiges spricht für diesen Trade. Das setup ist eigentlich alles andere als perfekt, anderseits ist es auch nicht schlecht und entspricht gerade noch meinen Regeln (u.a. Williams%R bei 50%). Dafür spricht sonst vieles für den Trade: Abwärtstrend, Seasonals mit Top Ende September, vernünftige Volatilität sowie nach meiner internen Auswertung auch ein positiver Bias für den Verlauf von Calls. Auch das P&L Diagramm ist gerade noch okay mit einem Verhältnis mit knapp über 1:10. Ja, vielleicht spielt hier auch große Zuversicht von mir eine Rolle, aber letztlich entspricht der Trade dem Regelwerk und es gibt auch keinen rationalen Grund Angst zu haben. PS.: Mit einer Spur weniger Gier und einer Spur mehr Geduld wären beim Eröffnen noch 20-30 USD mehr drinnen gewesen!



Update 30.9.2014: Eine klassische und wichtige Situation tut sich auf. Denn es bleibt bei einer Korrektur, und auch könnte es nach oben gehen. Die Position ist bald an der 50% Marke weshalb eine Gegenposition angesagt wäre, denn die Idee ist für mich noch intakt. Ich merke aber dass ich eigentlich keine Gegenposition eröffnen möchte, denn meine Überzeugung für einen Abwärtstrend ist stark. Ausserdem möchte ich einen Rücksetzer dazu haben. Und dies sind in der Tat keine Gründe gegen die Systematik zu verstossen. Einzig die Saisonalität würde ein Abwarten unterstützen, letztlich wäre es wohl vor allem Angst für einem schnellen Verlust, sollte ich keine Gegenposition aufbauen. Und von der Angst darf man sich hier nicht leiten lassen. Es ist ein echter Grenzgang, weshalb ich heute in den späteren Handelsstunden die Gegenposition eröffnen werde sollte kein Verkaufdruck aufkommen.

Update 1.10.2014: Nach diesem Selloff gestern ist für mich klar dass die Chance einer weiteren Korrektur schwindet und der Spread welcher nun im Plus ist einfach weiterläuft. Gut dass ich nicht ungeduldig wurde, ausserdem hat der Preis kein zweites mal über dem Bollinger Band geschlossen. Überhaupt beginnen nun einige Positionen anzulaufen und der Drawdown scheint überwunden.

Update 16.10.2014: Habe den Eintrag übersehen, der Trade wurde natürlich mit Gewinn beendet am 14.10.2014.

B6Z14: Bear Call Spread 1.67/1.69 [closed]

Selten habe ich so lange herumüberlegt ob ich einen Trade aufsetzen möchte. Das Setup ist beinahe idealtypisch für mich und dennoch keimten aufeinmal Zweifel und Ängste auf.. im Sinne "was wäre wenn"...Okay, ganz ignorieren muss ich die Nachrichten ja nicht, vielleicht sind Zweifel manchmal auch Hinweise. Nächste Woche findet in Schottland immerhin eine Abstimmung über die Unabhängigkeit statt und da muss man einfach mit Volatilität und auch im Vorfeld mit Nervosität rechnen. Ich habe mich für einen Kompromiss entschieden mit dem ich mich sehr wohl fühle, und zwar verkaufe ich nur eine Option statt zwei. Dadurch kann ich auch noch unglaublich bizarren Marktbewegungen Rechnung tragen die mich zwar Geld kosten würden, jedoch wäre noch alles im Rahmen des Moneymanagement. Ich kann mir auch gut vorstellen dass nach der Abstimmung die Vola stark zurückgeht. Mal sehen ob ich einen Fill bekomme, wünschenswert sind an die 200USD. (update: Fill kam mit ca. 190 USD).




Update 18.09.2014: Die Position wird mit -108USD geschlossen, also leicht über der 50% Marke. Der Cable sprintet so langsam nach oben, das Delta schwillt an auf 0.25.. Ja, ich könnte zusehen und mich überraschen lassen, aber ich habe kein gutes Gefühl mehr, der Trade beschäftigt mich gedanklich schon viel zu viel. Und wie es Jens Rabe mal gesagt hat- der einzelne Trade ist nicht wichtig! Closed.

Donnerstag, 11. September 2014

SLCA: Synth CC [closed]

Gestern wird eine Position eröffnet und zwar auf SLCA bestehend aus einem long ITM 50er call Dez und einem ATM short call 70er mit Verfall in 9 Tagen. Strikes und Liquidität könnten besser sein, sind aber okay. Gut daran ist dass die verkaufte Option fast 2% bezogen auf das underlying einbringt und daher auch etwas Schutz bietet. Auch der Chart erfüllt alle meine Kriterien. Kurz war ich mir unsicher ob mir der long call zu teuer ist. Klar, ein worst-case kann immer passieren, in Wahrheit aber auch direkt bei Aktien wegen des Gap Risikos. Benkaliffa schreibt hierzu, dass in solchen Szenarien die Option gar nicht so schlecht ist, denn die Rate mit der sich das Delta verringert nimmt ab, bei der Aktie habe ich aber immer Delta 1. Insgesamt fühle ich mich wohl mit dem Trade.

Update 15.09.2014: Der Trade ist noch okay, der call wird jedoch runter und nach hinten in den Oktober gerollt auf ITM 55er.









Update 23.09.2014: Der Abverkauf kennt kein Halten mehr weshalb der Trade ohne viel Drama beendet wird. Gesamtverlust -255USD. Beim Blick auf den Chart könnte man theoretisch noch abwarten, was ich einfach aus Risikogesichtspunkten nicht möchte.

Mittwoch, 10. September 2014

A6Z14: Volafeinde [closed]

Drawdowns sind nicht vermeidbar und nun scheint es soweit zu sein. Beinahe klassisch wenn bei mir das Gefühl aufkeimt, der Markt hat es auf mich abgesehen. Denn zeitgleich kam es zu Volaspikes im Aussidollar und im EWZ. Im Aussi konnte ich gestern noch gegen den bull put spread einen call spread dagegen setzen. Leider erinnert mich die Situation an den YEN, wo die Adjustierung ohne Wirkung bleibt da gleichzeitig die Vola explodiert. Der 89er put hat ein Delta von ca. -0.26 und der 87er ein Delta von -0.14. Leider ist der Gesamtspread an der 100% Marke. Da aber die Oberseite dagegen hält kann ich den heutigen Tag noch zusehen und hoffen dass sich die Lage kurz beruhigt. Dies nicht, um dem Loss zu entkommen, sondern den Verlust abzuschwächen. Allerdings könnte es weiter nach Süden gehen und die Vola weiter anziehen und dann würde sich der Verlust definitiv über die 2% vergrössern. Eine echte Zwickmühle. Ich tendiere dazu, heute die Unterseite mit idealerweise -100% glattzustellen und die Oberseite laufen zu lassen. Besser unter Kontrolle aber sehr ähnlich ist die Situation im EWZ wo Calls dagegengeschrieben wurden. Die Idee ist allerings hierbei noch intakt im Gegensatz zum Aussi.




Zwischenupdate: Nur 1 Stunden nach diesem Eintrag geht es weiter nach Süden. Nun gibt es nichts mehr zu überlegen, die Unterseite wird mit -508USD geschlossen, die short Option hat nun ein Delta von über -0.3! Ich bin echt erleichtert, als Trost gibt es hohe Liquidität, und die Oberseite beginnt nun Geld zu verdienen. Dadurch wird es sehr wahrscheinlich dass ich den Loss auf mindestens die Hälfte drücken kann. Man sieht aber wieder mal wie nahe man am Marktgeschehen sein muss in low-vola Märkten, denn wenn sie dann anzieht, geht es Schlag auf Schlag wie eben.

Update 17.9.2014: Die Oberseite kann heute mit 249 USD Gewinn geschlossen werden und somit der Verlust um sagenhafte 50% reduziert werden. Ich betrachte den Trade insgesamt trotz Verlust daher als guten Trade.

Montag, 8. September 2014

EWZ: short put [closed] / AKRX: Covered Call [closed]


Noch vor dem Wochenende habe ich 42er puts auf den EWZ verkauft mit 130 Tagen Restlaufzeit. Der Trade fühlt sich extrem entspannt an, da man den riesigen Abstand zum Strike sieht und zugleich ein Gap kaum zu erwarten ist da es sich um einen ETF auf den brasilianischen Aktienindex handelt. Vola ist auch akzeptabel und die Optionen superliquide! Es gab 56USD Prämie pro Option. Es folgt noch ein klassischer 40er Covered Call mit 39 Tagen RLZ, bei dem einfach das Setup passt. Sympathisch ist mir vor allem das überschaubare Risiko da es zwar immer ein Gap-Risiko gibt, dafür den SL sinnvoll gesetzt werden kann unter dem untersten MA.

Update 8.9.2014: AKRX gibt deutlich nach heute, weshalb auf einen 35er call ITM gerollt, und der 40er mit kleinem Gewinn geschlossen wird.
Update 9.9.2014: So ist das im Trading, heute ist Tag der Adjustierung. Nun geht es in erster Linie darum, gegenzusteueren, und zwar heute beim EWZ. Die Idee bleibt für mich intakt weshalb ich 60er short calls dagegenschreibe da die Position bei -50% ist. Irgendwie nervig, aber vermutlich eher deshalb weil auch genau heute mein put spread im AUD sehr unter Druck kommt. Die Positionen die gut (an-)laufen, kann ich an solchen Tagen nur schwer wahrnehmen, wie u.a im NG.
Update 12.09.2014: Nachdem der Index heute ein Gap nach unten macht (was mich für einen Index -wennauch ETF- doch wundert, aber man lernt nie aus) muss die Unterseite leider bei über 100% geschlossen werden. Die Calls sind nun meilenweit entfernt und bleiben bestehen. Das Delta der puts war bei -0.20, Moneymanagement ist trotz Verlust im grünen Bereich.
Update 23.9.2014: AKRX wird heute beendet. Die Aktie hat sich von Anfang an negativ entwickelt weshalb ich den Verlust von 132 USD als sehr moderat empfinde. Ich werde die Aktie eher nichtmehr traden da die Strikes in den Optionen sehr weit sind.
Update 29.9.2014: Die Calls werden mit 150USD Gewinn zurückgekauft womit der Gesamtverlust stark reduziert werden kann auf etwa -200USD.

Dienstag, 2. September 2014

NGZ14: Bull Put Spread 3.5/3.75er [closed]

Unsicher bin ich mir schon an so einem heftigen Abwärtstag, aber Chancen muss man nutzen. Und wie das P/L-Diagramm zeigt, ist die Position gut kontrollierbar bei einer weiteren Abwärtsbewegung. Ein nachhaltiger Bruch der 4.0er Marke würde natürlich die Idee infrage stellen, eine Schwelle die im langfristigen Bild Support geboten hat. Dafür gab es gute Prämie von 300USD.







Update 8.9.2014: Aktuell ist der Trade in einer sehr interessanten Situation, vor allem wenn ich in mich kehre tauchen viele Gedanken auf. Bald ist eine Woche um, und der Trade hat sich leicht negativ entwickelt. Der Preis hat auf wochen- und tagesbasis auf Verkauf gedreht. Auch war und ist ja die 4er Marke ein wichtiges Niveau das leicht unterschritten wurde. So, was nun? Ich könnte einfach mit einem hauchdünnen Minus rausgehen. Dagegen sprechen evtl. zwei Überlegungen- zum einen dass der Preis sehr dosiert und in kleinen Schritten abverkauft wurde und nicht panisch weiter nach unten rutschte. Und zum anderen kam es sogar zu einem leichten Absinken der impliziten Vola was nach meiner Erfahrung eher gegen einen "Stau" spricht, der sich bald entlädt. Und zu guter letzt bin ich noch deutlich von der 50% Marke meines max. akzeptieren Verlustes entfernt, also der Trade hat noch viel Luft. Es geht mir auch nicht darum, ja kein Geld zu verlieren da ich ja das Risiko schon beim Aufsetzen des Trades akzeptiert habe. Wenn ich auf den Wochenchart sehe, spricht einiges für eine Bodenbildung, mir fällt ein hohes Volumen in den letzten Wochen auf, was ja angeblich für Unterstützung sprechen soll. All die Überlegungen sollen mir aber nicht dazu dienen den Trade schönzureden um ja nicht einen Verlust zu akzeptieren. Fakt ist, der Trade beschäftigt mich gedanklich (ausser jetzt gerade ;-) nicht wirklich, macht mich nullkommajosef nervös und ich kann daher einfach zusehen wohin sich das Ganze entwickelt. Auf der Oberseite würde sich definitiv ein Spread anbieten, aber warum eigentlich sollte ich das tun? Aus Angst, dass es schnell nach Süden gehen könnte? Angst war ja noch nie ein guter Ratgeber, und eigentlich will ich dafür einen Rücksetzer im Preis haben, dann gerne! Die Position will ich nur dann im Sinne einer Adjustierung erweitern wenn die Idee intakt bleibt und gleichzeitig der Druck auf selbige grösser wird.
Update 12.09.2014: Nachdem der Preis herumdümpelt und die Position relativ unverändert plusminus Null ist, wird ein 4.75er/5er Spread dagegengesetzt. Welche Überlegung stand dahinter? Einerseits kippt die Idee einer zügigen Erholung des Preises, andererseits deutet auch nicht viel auf einen weiteren Selloff hin. Allerdings steht das Trendmodell klar auf short. Das Auszahlungsprofil der Oberseite ist unterdurchschnittlich, dennoch wollte ich nicht näher an den Preis gehen. Der ganze Iron Condor wäre dann asymmetrisch und der Trade hätte den Aspekt dass ich "ja was rausholen muss" und dazu etwas mehr Risiko eingehe. Nun bleibe ich in Warteposition, und sollte der Preis nach unten durchbrechen kann ich in aller Ruhe das ganze Ding glattstellen.

Update 16.10.2014: Der Trade ist schon ziemlich crazy. Preis geht zur Seite und Vola steigt weiter. Da die Idee weiterhin intakt ist aber die Tests auf der Unterseite nicht aufhören wurde ein zweiter bear call spread nachgesetzt. Dies geht nur wegen den gestiegenen Prämien, das PL-Diagramm gefällt mir nun sehr gut (Optionvue sei Dank). Ich habe eigentlich keine Angst auf der Unterseite, nach oben auch nicht. Wichtig ist nur, wenn der Trade nun schnell ins Minus läuft, rasch beenden, es hilft nichts, auch wenn es bitter wäre irgendwie. Die RLZ ist nun sehr kurz, ich bin gespannt wer gewinnt- der Zeitwert arbeitet immer stärker für mich.

Update 17.10.2014: Die Unterseite wird mit kleinem Minus von ca 80USD geschlossen. "Worauf will ich warten" dachte ich mir, da gibt es kein schönreden, der Druck liegt auf der Unterseite. Ich habe aber gemerkt, wie schwer ich mir getan hebe, die Unterseite zu schliessen. Naja, nach 2 Monaten verliebt man sich langsam wie es scheint :-) Aber ich will keinen Spread halten mit 38 Tagen RLZ und Delta der short Option -0.20! Ich will mich wohlfühlen in dem Trade, und das tue ich wieder. Die beiden Oberseiten bleiben bestehen. Es bleibt interessant wie der Trade ausgeht, einiges spricht aber für einen Gewinner.

Update 23.10.2014: Der erste Spread auf der Oberseite wird heute mit 116USD Gewinn geschlossen. Der tiefere Spread läuft weiter.

Update 28.10.2014: Wow! Das war ein elendslanger Trade. Und obwohl die ursprüngliche Idee nicht aufging, bleibt ein Plus von 158USD. Der große Trend hat sich mal wieder durchgesetzt.


Donnerstag, 28. August 2014

GCZ14: 1375/1425 bear call spread [closed]

Heute wurde mein Portfolio um einen BCS im Gold erweitert. Das Setup ist beinahe ideal, alleine die Vola ist eher niedrig. Dennoch kann die Position eine starke Bewegung nach oben gut aushalten wie das P&L Diagramm zeigt. Ich gebe zu, ich bin recht früh in den Markt gegangen, was wohl damit zu tun hat dass ich bei einem so gutem Setup einfach einsteigen wollte nachdem ich schon einige Tage auf der Lauer liege und vorgestern keinen Fill bekam. Die Spreads waren außerdem nicht schlecht. Vor und kurz nach dem Fill war ich leicht aufgeregt, etwa wie vor einer kleinen Prüfung, für die man sich jedoch gut vorbereitet hat. Vielleicht rührt es vom Ehrgeiz her da es in letzter Zeit einfach gut lief. Dennoch- Gold ist ein teuer Markt der sehr volatil werden kann weshalb ich recht großen Respekt habe mit meinem dafür recht kleinen Konto. RLZ ist medium mit 88 Tagen, die Prämie ist gut wie man sieht mit 430USD und damit beinahe punktgenau bei meiner persönlichen maximalen 2% Marke.

Mittwoch, 27. August 2014

Trading for A Living: konkret

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit meinem Bruder, in dem es um Rendite-Erwartungen ging. Was hat das aber mit meinem Blog zu tun? Nunja, einer der psychologisch wichtigsten und vermutlich kaum beachteten Punkte ist die die Frage "Warum tradest du"? Klar, Geld verdienen, nichtmehr arbeiten müssen etc. Was das für einen konkret bedeutet ist schon weniger klar. So meinte mein Bruder, 1000,- im Monat sollte Trading schon abwerfen nach wenigstens 4 Jahren. Nungut, denn interessant wird es, wenn man sich ausrechnet wieviel Startkapital bzw Rendite man benötigt. Mein persönliches Renditeziel liegt bei zumindest 20% pro Jahr und ich weiß dass auch mehr möglich ist. Dann soll das Konto sagen wir für ein kleines Einkommen 1500-2000,- pro Monat abwerfen. Und sagen wir, Starkapital sind 20.000,- und monatlich werden 500,- eingezahlt.
Der Zinseszinsrechner spuckt folgende Tabelle aus, die natürlich nur eine sehr grobe Annäherung ist:


Man erkennt, dass sich der "Zins" nach 3-4 Jahren in der gewünschten Größenordnung bewegt. Zugegeben, 20% sind ambitioniert und aus eigener Erfahrung würde ich meinen dass es für einen Anfänger völlig utopisch ist. Alexander Elder schreibt in seinen Büchern, dass "Trading for A Living" in 5-7 Jahren möglich ist. Wir sprechen nicht von "Traden und Millionär werden" wie man oben sieht. Der zeitliche Horizont ist für mich interessant da ich seit guten 2 Jahren ernsthaft trade. Nach spätestens 5-7 Jahren muss ich mich und meine Ergebnisse selbst reevaluieren.


Montag, 25. August 2014

LC: bear call spread [closed] / FB: Synthetischer CC [closed] / TLT: CC [closed]

162/166er bear Call Spread, Dez
Die erste Urlaubsetappe ist um und ich gebe es zu, ich bin schon einwenig geil aufs Traden. Darf ich das zugeben? Ich meine: ja. Denn erst dann wird klar, dass ich aufpassen muss. Keine Trades des Tradens wegen aufsetzen, keine halbherzigen hastigen Trades. Ausserdem will ich mich nicht stressen. Die Woche hat erst begonnen und immer wieder gibt es Gelegenheiten, es muss nicht heute alles passieren am Anfang der Woche. Für ein paar Aktionen hat es aber gereicht: zB wurde ein 120er CC auf den TLT verkauft mit ca 4 Wochen RLZ. Die Idee kam mir bereits im Urlaub, da der Trade sich gut entwickelt und ich bei erreichen der 2% Gewinnmarke gerne rausgehen würde. Da kann so ein call gut helfen.
Synth. CC long Jan 60er, short 78er (4 Wo)
Im Livecattle bietet sich für einen Spread auf der Oberseite ein gutes setup, und auch für CC's ist das Umfeld wieder auf "Gas". Daher habe ich mich für einen synthetischen CC entschieden auf FB. Die strikes sind zahlreich und extrem liquide handelbar, herrlich :-)

short 120er call RLZ 4 Wochen










Update 1.9.2014: Die Livecattle-Position ist etwas unter Druck, nun ist Eingreifen angesagt. Wenn es weiter nach oben geht, werde ich einfach rausgehen, idealerweise um die 50% Verlust der Prämie. Wenn sich nicht so viel bewegt, überlege ich mir noch eine Gegenposition, da die Idee noch so irgendwie intakt ist bzw. keine klare Trendumkehr für mich vorliegt. Hauptargument wäre aber die sinkende Vola. Dachte erst noch, ich werde auf jeden Fall rausgehen, allerdings ist auch hier Angst kein guter Ratgeber. Nämlich Angst, zuviel Geld zu verlieren. Es bleibt etwas Spielraum zum Abwägen, Panik schieben ist nicht wirklich angesagt.

Update 02.09.2014: Die Livecattle Position wird liquidiert mit ca -300USD Verlust nachdem der Preis weiter nach oben schiesst. Der CC auf TLT wird auf ATM gerollt nachdem es nach Süden geht und bringt ca. 100USD Prämie. FB entwickelt sich gut, das Papier ist stabil.



Update 5.9.2014: Der short call qird auf 116er gerollt und der 117er mit 61USD Gewinn geschlossen. Falls es nächste Woche bergab geht werde ich den gesamten Trade beenden da die Idee nichtmehr intakt ist.


Update 8.9.2014: Wie weiter unten erwähnt ist die Idee nun nichtmehr intakt für einen direktionalen Trade auf TLT. Gewinn: 183USD.






Update 15.9.2014: FB wird mit einem 72er ITM call adjustiert und die Position vorerst noch gehalten da nun das Potential klein ist aber viel Absicherung besteht.




Update 22.09.2014: Die Aktie tendiert seitwärts, bleibt aber stabil. Der Short call bietet zwar noch Schutz, hat aber kein Gewinnpotential mehr weshalb in den Oktober gerollt wird auf einen 76er Strike leicht ITM. Das Potential aus der Option ist recht gut mit über 3.5% bezogen auf die Aktie, wenngleich der Jänner long call weiter an Zeitwert verlieren wird.

Update 2.10.2014: FB wird mit Gewinn beendet, siehe Eintrag vom 2.10.2014!

Freitag, 1. August 2014

Performance Check-up

Mit der Kapitalkurve seit Blogbeginn bin ich mehr als zufrieden. Auf Jahressicht geht sich ein Plus aus, viel besser ist natürlich die Performance zwischen den roten Kreisen (Start dieses Blogs bis heute). In dieser Spanne konnte ich ein All-time-high erzielen in puncto Rendite, nämlich jenseits der 11%. Ohne den (dummen und absolut selbstverschuldeten) Fleischtrade kämen sogar noch ein paar Prozente dazu. Vielleicht bin ich einfach euphorisch und habe Glück gehabt. Ich sage aber: NEIN. Ich glaube nämlich dass ich mich allmählich zu einem erfolgreichen Trader entwickle. Rückblickend ist mir vor allem eines gut gelungen, nämlich geduldig zu bleiben, und auch öfter mal auf der Seitenlinie gestanden zu sein im Beobachtermodus. Vieles kann noch besser werden, zB ein kleiner und eher direktionaler Trade im Crudeoil, wo ich zu schnell Gewinne mitgenommen habe - wieder mal aus Angst kein Geld zu verdienen. Dabei hat das viel mit der Frage zu tun "akzeptiere ich tatsächlich das Risiko des Trades?". Meine Trefferquote hat sich einwenig verbessert und der durchschnittliche Gewinn pro riskiertem Dollar liegt deutlich über 3$. Für mich eine traumhafte Halbjahresbilanz die mich auch wieder einiges gelehrt hat. Für mich beginnt hier irgendwie eine neue Trading-Ära.